Devonshire



Torbay / The English Reviera

Torquay

Torquay, an der English Reviera gelegen, ist eine Hafenstadt im Süden Englands. Es ist ein kulturelles Zentrum der Grafschaft Devon, bietet ein Theater, einen Yachthafen, das English Rivera Wheel und andere touristische Attraktionen.

Besonders in der Sommerzeit tut sich der Hafen und die Promenade hervor, welche zur Abendstunde bunt erleuchtet wird.

Neben dem Princess Theatre befindet sich direkt am Hafen auch das English Riviera Wheel. Bei einer Fahrt mit diesem kann man die gesamte Bucht wunderbar überblicken. Außerdem kann man am Hafen die Living Coast entdecken. Es ist eine kleinere Anlage auf dem Gelände einer ehemaligen Therme. Direkt auf einem Felsen ist die mit Netzen bespannte Anlage leicht zu entdecken. Die Living Coast hat es sich zur Aufgabe gemacht, allerlei Getier, welches an den Küsten und im Wasser rund um England, aber auch anderen Flecken der Erde lebt, zu zeigen. Größtes Highlight ist dabei wohl das offene Pinguingehege. Dort kann einem schon mal ein Frackträger direkt vor die Füße watscheln. Läuft man entlang der Hafenpromenade an der Seebrücke vorbei kommt man zu einigen netten Kaffees, einen Golfplatz und die Torre Abbey.

In die andere Richtung, hin zu Babbacombe, findet man Kents Cavern, eine prähistorische Höhle oder dann direkt in Babbacombe das Modelvillage, eine Miniaturwelt, welche mit ihrem englischen Humor und Charm zu überzeugen weiß.

Aber nicht nur in Torquay selbst gibt es viel zu sehen. Im Gebiet um Torquay befindet sich mit Newton Abbot eine Pferderennbahn, im Nachbarort Paignton ein größerer Zoo und auf der anderen Seite der Bucht findet sich mit Brixham ein wirklich verschlafenes Fischerdorf, welches sich allerdings einmal im Jahr zu einer Piratenhochburg entwickelt.

Noch eins möchte ich abschließend zu Torquay oder die Stadt auf den sieben Hügeln, wie ich sie gerne nenne sagen. Unter dem Reiter Links findet ihr die Kontaktdaten zum Robin Hill Hotel. Das Hotel wird von einer netten Familie betrieben, bei der ich nun schon fünf Jahre, jedes Jahr aufs Neue, Unterschlupf gefunden habe. Sie haben das Hotel auch vor fünf Jahren übernommen und Stück für Stück ausgebaut. Sie sind freundlich und nett und absolut gastfreundlich. Wenn ihr mal in der Ecke seit, schaut doch bei Andrew vorbei und trinkt mit ihm ein Bier an seiner Bar und grüßt ihn nett von mir.

Paington

Wenn in Toquay die Kultur sitzt, in Brixham die Arbeit, dann ist Paignton wohl das Amüsierviertel in Torbay. Auf einer Seebrücke ist ein Freizeitpark aufgebaut, der Badestrand gibt so einiges her und es verkehrt regelmäßig eine alte Dampflokomotive bis nach Dartmouth. Außerdem besitzt Paignton einen großen Zoo, in dem es allerlei Wildvieh zu besichtigen gibt. Besonders stolz ist man sicherlich auf das große Affenland, in dem die verschiedensten Arten von Primaten und anderen Affen rumtollt.

Die Verkehranbindung in Paington könnte besser nicht sein. Von Torquay aus ist Paignton entweder mit dem Zug oder noch einfacher mit einem der häufig verkehrenden Busverbindungen zu erreichen.

Brixham

Auf der gegenüberliegenden Seite der Torbay liegt das kleine verschlafene Fischerdorf Brixham. In der Geschichte einst ein wichtiger Ankerpunkt für die britische Fischereiflotte, ist der industrielle Fischfang zwar heute noch präsent, allerdings bei weitem nicht mehr in dem Außmaße vergangener Tage.

Am besten kommt nach mit der Fähre von Torquay nach Brixham. Die Fährschiffe verkehren regelmäßig und zu günstigen Preisen. Mit etwas Glück erwischt man einen Kapitän, der während der Fährfahrt auch ein paar Worte zur Bucht verliert. 2016 hatte ich das Glück, dass gerade in der Zeit, in der ich vor Ort war, das Piratenfestival von Brixham stattfand. Dies kommt nicht von ungefähr, denn im Hafen von Brixham ankert die Golden Hind, das Schiff von Sir Francis Drake. Okay, es ist nur ein Replika, aber schön anzusehen ist sie allemal und verströmt noch immer den Charm britischer Freibeuter.

Berry Head

Bei Brixham liegt ein altes Fort, noch aus napoleonischer Zeit. Es befindet sich auf den Spitzen einer Klippe, welche die südliche Bucht von Torbay abschließt. Dieses Fort lädt ein, zu einem unverfänglichen Spaziergang mit einem tollen Blick über die Bucht und in den Ärmelkanal. Erwähnenswert ist noch, dass auf Berry Head der höchst gelegene und zu gleich kleinste Leuchtturm Englands zu finden ist. Das Leuchtfeuer ist zwar nur rund anderthalb Meter über Grund, aber, wie oben erwähnt, hat die Klippe ebenfalls eine Höhe von rund 60 Metern.

Und noch ein kleiner Tipp am Rande: bei gutem Wetter und ruhiger See und etwas Glück kann man neben den ganze Seemöven auf dem Wasser auch ab und an eine Delfinfamilie sehen. Aber: Pssst!

Dartmoor

Dartmoor ist ein Hochmoor im Herzen von Devon. Außerdem ist es ein riesiges Testareal für das britische Militär. Das Gebiet ist zudem Naturschutzgebiet und bietet sich an, um ausgiebig darin zu Wandern. Auf der quer durch Dartmoor verlaufenden B3357 sind immer wieder freie Parkplätze, die es ermöglichen, das Auto abzustellen und eine Runde zu Fuß zu drehen. Einheimische empfehlen, bei längeren Wanderungen, ein GPS Gerät oder ein GPS fähiges Telefon dabei zu haben. Sehr schnell kann Nebel auftreten und man die eigenen Hand vor Augen nicht mehr sehen.

Was auf jeden Fall noch bemerkenswert ist, oft trifft man in Dartmoor auf freilaufende Schafe, Pferde und anderes Nutzvieh. Das kann sogar soweit gehen, dass einem gleich mehrere Pferde, welche es sich auf der Straße bequem gemacht haben, die Weiterfahrt verwehren. Deshalb ist hier unbedingt Vorsicht und Achtsamkeit geboten. Einen Besuch wert sind in Dartmoor auch verschiedene Orte, unter anderem Two Bridges, das Tavistock Inn oder das Gefängnismuseum in Princetown. Auch ein Besuch von Castle Drogo und der Buckfast Abbey sind eine Überlegung wert. Dartmoor bietet über dies auch den höchsten Wasserfall Englands, den Canonteign Falls.

Two Bridges

 

Two Bridges, eigentlich nicht mehr wie ein Hotel und zwei alte Steinbrücken über einen Fluss. Unweit von Princetown ist es allerdings der ideale Ort, um bei der Durchreise eine kleine Pause zu machen und draußen einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Canonteign Falls

Die Canonteign Falls ist der höchste Wasserfall Englands. Der Wasserfall befindet sich zwar auf Privatbesitz, ist allerdings touristisch zugänglich. Ein schön angelegter Garten ziert die untere Hälfte des Gelände. Der Weg zur Sturzkante des Wassers ist zwar nicht lang, allerdings durchaus steinig. Aber wer die Mühen auf sich nimmt wird mit einem herrlichen Blick in die Weiten des Umlandes belohnt.

Castle Drogo

Castle Drogo sieht zwar aus wie eine mittelalterliche Burg, ist es aber nicht. Erbaut gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom hiesigen Landlord, wollte dieser eine Burg, welche denen aus dem Mittelalter nachempfunden ist. Sie sollte einzig als Prestigeobjekt dienen. Auf Anraten der Architekten, die Dächer schräg zu bauen, ging der Bauherr nicht ein, was zur Folge hatte, dass die Burg, die in einem der regenreichsten Gebiete Englands steht, mit ihren Flachdächern sehr schnell abgesoffen ist. Bei meinem Besuch war der Großteil der Burganlage leider komplett eingehaust in Folie, da zu der Zeit die Burg wegen der Wasserschäden komplett saniert werden musste.

River Dart

Totnes

Totnes ist eine kleine Marktstatt, südlich von Dartmoor. Sie liegt am River Dart, welcher gen Süden nach Dartmouth fließt und dort ins Meer mündet.

Die Stadt besitzt neben einer hübschen Skyline noch eine alte Burg, welche es sich lohnt zu besuchen. In der Nähe zu Totnes befindet sich zu dem Pomero Castle, eine alte Burgruine, der nachgesagt wird, ein Burggespenst zu beherbergen.

Am besten lässt sich ein Besuch mit einem Tagesausflug mit Zug, Schiff und Bus verbinden. Die Route führt dann Paington nach Dartmouth mit der alten Dampfeisenbahn und von Dartmouth geht es per Schiff den River Dart hinauf nach Totnes. Nach einem kurzen Aufenthalt geht es per Bus schließlich zurück nach Paignton.

Dartmouth

Dartmout liegt, wie der Name schon vermuten lässt, an der Flussmündung des River Dart in den Ärmelkanal. Überregional bekannt ist Dartmouth vor allem wegen seinem Marine Collage. Hier werden britische, aber auch Rekruten aus anderen europäischen Staaten zu Marinesoldaten ausgebildet. Sitzt man an der Hafenpromenade, kann man manches Boot mit Matrosen vorbei fahren sehen. Des weiteren bietet Dartmouth mit dem dem Dartmouth Castle eine recht hübsche Burg zum Besichtigen. Dort werden unter anderem Techniken der Bootsabwehr in der hiesigen Bucht gezeigt, aber auch so erfährt man viel über die sehr interessante Geschichte des Ortes.

Auf der anderen Seite des River Dart liegt Kingswear, die Endhaltestelle der Eisenbahnlinie Paignton/Dartmouth. Zur Flussüberquerung gibt es zwei Autofähren und eine Passagierfährlinie, wobei die sogenannte obere Fähre die Besonderheit besitzt, an einem Seil über den Fluss gezogen zu werden.